Der Frühling ist da – Zeit zu sprühen!

Auch wenn das Wetter aktuell etwas anderes sagt: der Frühling ist da!
Ja, es schneit und ja, es regnet, aber ich habe schon die ersten Krokusse gepflückt (auch, wenn ich dafür mit einem Handbesen und einer Schippe gebraucht habe, um sie von der fetten Schneedecke zu befreien.)! Glaubt mir, eingefrorene Krokusse zu öffnen ist garnicht so einfach. Danach waren mein Boden, mein Geschirrtuch und meine Hände blau! Ich wusste bis dato nicht, dass Krokusse abfärben können 😀

Heute soll es aber nicht um meine abfärbenden Krokusse, sondern um meinen neuen Hintergrund gehen, denn ich werde fast täglich gefragt, wo ich meine Hintergründe kaufe und wie viel sie kosten. Ich muss immer leicht schmunzeln, wenn ich diese Fragen lese.
Ihr wisst eventuell, dass ich Kommunikation-Design studiert habe und schon seitdem ich klein bin gerne male. Für mich würde es niemals in Frage kommen, einen Hintergrund zu kaufen. Das spricht gegen meine Grundprinzipien (ich weiß, das hört sich verrückt an, aber Designer ticken manchmal nicht ganz richtig 😀 ).

Meinen alten Hintergrund konnte ich nicht mehr sehen. Er hat mich den ganzen Winter begleitet, deswegen musste etwas neues her. Welche Jahreszeit bietet sich da besser an als der Frühling?
Solange das Wetter noch streikt, muss ich den Frühling zu mir nach Hause holen, denn im Regen werde ich definitiv NICHT shooten (müde, Hunger, Pipi, kalt!).
Also zog ich los und fuhr in den nächsten Baumarkt, um mir Inspiration zu holen. Diesmal sollte es etwas frischer werden, damit es zum Frühling passt 🙂


Das Wochenende steht vor der Tür, also nutzt die Zeit und macht euch euren eignen, individuellen Hintergrund. Dafür braucht ihr:

  • ca. vier-fünf kleine Spraydosen (mischt die Farben nicht zu wild!)
  • Schraubenzieher 
  • einen Atemschutz (falls ihr keinen zur Hand habt, nehmt ein Tuch!)
  • ein großes, weißes Laken 
  • vier Steine
  • Zeitungspapier
  • Ausdauer

Ich habe mir insgesamt fünf Sprühdosen (Türkis, Roségold, Gold, Magenta & Violett) gekauft, wobei ich bei der fünften (MAL WIEDER) nicht richtig gelesen habe und versehentlich „Phase 2“ eines Flip Flop Lacks aus dem Regal nahm.
Also ganz wichtig Leute: Lesen was drauf steht, sonst gebt ihr unnötig Geld aus und ärgert euch im Nachhinein. Ich konnte die Dose leider nicht mehr umtauschen, weil ich erst beim Sprühen bemerkt habe, dass nichts zu sehen ist 😀

Da ich zu Hause mit einem Hintergrundsytem arbeite, dass aus zwei Stativen und einer Stange besteht, verwende ich als Untergrund für meinen Hintergrund ein einfaches, weißes Laken (ca. 1,60 m x 2,0 m). Dafür reichen vier-fünf Sprühdosen in der Regel aus. So ein stinknormales Laken bekommt man meistens schon für 7-10 Euro. Hier solltet ihr darauf achten, dass ihr kein Spannbettlaken verwendet, weil ihr es sonst nicht richtig über die Stange des Hintergrundsystems werfen könnt.

Weil die Farbe ganz furchtbar riecht, solltet ihr nicht auf die dumme Idee kommen, den Hintergrund in der Wohnung oder im Haus (bitte auch nicht in Kellerräumen!) zu besprühen.
Nutzt dafür lieber euren Hof, den Bürgersteig oder die Garage. Ich habe unseren Hof gewählt. Bevor ihr das Laken ausbreitet, solltet ihr der Umwelt zu Liebe den Boden mit Zeitungspapier bedecken. Beim Sprühen kann ganz schnell etwas daneben gehen, vor allem wenn es windig ist. Nachdem ich das Laken ausgebreitet hatte, legte ich Steine auf jede Ecke, damit der Hintergrund nicht direkt wieder weg fliegt.

Dann ging es ans Eingemachte: Spraydosen aufbekommen!
Natürlich hatte ich Schlaumeier (mal wieder!) den Schraubenzieher zu Hause (DG) vergessen und musste daraufhin meinen Schlüssel verwenden, um die Schutzkappen der Sprühdosen zu beseitigen.
Nachdem ein Schlüssel abgebrochen war und meine Arme unglaublich weh taten, waren am Ende doch alle Schutzkappen ab #LebenamLimit.

Bevor ihr mit dem Sprühen beginnt, ist es wichtig, dass ihr einen Atemschutz anbringt (ja, auch wenn ihr im Freien sprüht!). Der Geruch ist sehr intensiv. Ich habe nicht daran gedacht und ohne Schutz gearbeitet. Die Folgen waren natürlich sehr, sehr starke Kopfschmerzen und Müdigkeit (ich habe mich wirklich sehr benommen gefühlt!).

Überlegt euch gut, von welcher Farbe man am Ende am meisten sehen soll. Diese Farbe solltet ihr dann zum Schluss auftragen, damit sie nicht permanent übersprüht wird.
Sprüht einfach wild über das ganze Laken, bis die ganze Fläche bedeckt ist (es sollten keine weißen Flächen übrig bleiben, das lenkt zu stark ab!).


Ich habe bei den letzten zwei Malen die Sprühtechnik verwendet. Natürlich gibt es auch ganz viele andere tolle Techniken, um einen Hintergrund zu erstellen! Das Tolle ist, dass die selbst gemachten Hintergründe individuell sind und es sie nirgendwo zu kaufen gibt!

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig motivieren und freue mich über euer Feedback, Fotos und Anregungen!

Ein schönes Wochenende, Eure Désirée

 

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