Freund, Kollege oder Konkurrent?

Hi meine Lieben,
Heute befasse mich mal mit einem Thema, dass die meisten Fotografen/ Models/ Make-up Artists zu gut kennen: Konkurrenzdenken. Heute werde ich meine ganz persönliche Meinung/ Erfahrung mit euch teilen.


 

„Was? Du gehst mit der essen? Das ist doch Konkurrenz!“
Eine Frage/ Aussage, die mich jedes mal wenn sie fällt, schockt.

Vor einiger Zeit kam mich eine Fotografen-Freundin aus Bremen besuchen. Sie fand es total toll, dass ich ihr versucht habe mein Wissen zu vermitteln. Für mich war das irgendwie keine große Sache.
„In Bremen sind die Menschen so egoistisch! Sie sehen in jedem nur einen Konkurrenten
Aber wieso ist das so?

Auf Facebook liken wir Seiten bis zum Umfallen. Ist ja nicht so, dass wir mit unserem Like andere Menschen unterstützen, hmmm? 😉
Jeden Tag, wenn wir durch unseren News-Feed scrollen, werden wir mit massenhaft Fotos überhäuft. Fotos, die wir als gut empfinden. Besser, als unsere eigenen?
Vor allem Anfänger schüchtert das nicht gerade selten ein. Viele geben auf, bevor sie richtig angefangen haben. Unglaublich schade, denn jeder startet bei Null und muss sich sein Wissen zuerst aneignen. Das ist ein langer Prozess. Von heute auf Morgen? No Chance. Bei mir hat es drei Jahre gedauert, bis ich meinen eigenen Stil entwickelt und Social Media verstanden habe.
Es wird immer jemanden geben, der besser ist. Vergleiche sind also total sinnlos. Seht es als Motivation.
Neid und Missgunst sind schlimme Eigenschaften die uns nur unsere Energie rauben. Energie, die wir in positive Dinge stecken sollten.

Wie viel Konkurrenzdenken ist eigentlich in Ordnung?
Ich denke, dass gesunde Konkurrenz in Ordnung ist. Ich bin aber ehrlich. Ich habe nie in jemandem einen Konkurrenten gesehen. Nicht, weil ich alle schlechter als mich finde. Ganz im Gegenteil. Ich weiß, dass ich nicht die beste bin und noch viel lernen muss. Ich freue mich einfach über schöne Bilder. Die meisten Fotografen die ich kennen und lieben gelernt habe, haben andere Aufnahmebereiche und einen anderen Bildstil. Wir unterscheiden uns total voneinander. Wir helfen uns gegenseitig, geben uns Tipps und freuen uns darüber, wenn wir uns gegenseitig helfen konnten. Ich habe vor allem in den letzten 1,5 Jahren sehr viele Menschen aus der Foto-Branche kennengelernt. Aus Shootings entwickelten sich Freundschaften. Ich habe durch meinen Beruf/ mein Hobby Freunde für’s Leben gefunden. Freunde, die ich nie verlieren möchte. Wir teilen die selbe Leidenschaft und pushen uns gegenseitig, wo wir nur können.

Das ist eigentlich auch der nächste Punkt, den ich wichtig finde: Gegenseitig Pushen!
Kooperationen und Teamarbeit bringen uns weiter.  Die Menschen, die das selbe machen  wie ihr, solltet ihr nicht als Konkurrenten ansehen . Startet Aktionen und pusht euch gegenseitig. Auch ich mache das sehr oft und ich mache es gern. Ich habe mit einer anderen Fotografin ein Gewinnspiel gestartet, habe eine Fotografin fotografiert… Wir haben unsere Reichweiten genutzt um weiter zu kommen und haben alle davon profitiert. Kein bisschen Konkurrenzkampf. Teamwork ist das magische Wort und glaubt mir, so macht Social Media Spaß.

…Und so kommen wir zum nächsten Punkt: Spaß an der ganzen Sache haben!
Wenn einem Social Media keinen Spaß macht, dann sollte man es lassen. Viele unterschätzen Social Media oder belächeln es sogar. Dass das harte Arbeit ist, verstehen nur die Wenigsten. „Was bringt es dir denn, wenn du 30 Likes mehr hast?“  Ein Spruch, der mir richtig auf meinen imaginären Sack geht. Dass viele Seiten beruflich genutzt werden, ist einigen nicht bewusst. Neue Follower bedeuten neue potenzielle Kunden. Es ist wichtig, seinen Followern regelmäßig neuen Stuff zu bieten und sich von der Masse abzuheben. Es gibt Fotografen wie Sand am Meer. Aktiv sein, denn die „Konkurrenz“ schläft nicht  😉
Zieht einfach euer Ding durch, aber bleibt euch treu, das ist der Schlüssel zum Erfolg! Mir macht Social Media total Spaß, auch wenn es anstrengend ist. Ich habe zwei Jahre gebraucht, um den Durchblick zu bekommen. In den ersten zwei Jahren habe ich nur einmal die Woche gepostet. An diesem einen Tag habe ich aber fünf Bilder raus geballert. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Was habe ich mir dabei gedacht? Man muss sich mit dem Thema beschäftigen und lernen. Man kann nicht hoffen, dass einem der Erfolg zugeflogen kommt. Du kannst ja auch nicht erwarten eine Sprache zu verstehen, ohne Vokabeln gelernt zu haben. Merke: Von nichts kommt nichts.

Mein Gedanke zum Mittwoch, bis Sonntag meine Lieben <3

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Liebe Desiree,
    ich danke dir für diesen Blogeintrag! Ich denke ganz genauso wie du. Ich bin noch recht frisch in der Fotografie, Ende letzten Jahres habe ich eine Facebookseite erstellt und alleine durch das ständige Verfolgen von anderen Fotografen habe ich viel gelernt, was Social Media betrifft. Seitdem ich mich aktiv mit der Fotografie beschäftige, wünsche ich mir so sehr, mal Teil eines Meetups zu sein. Ich finde es toll, wenn Fotografen zusammen arbeiten und gemeinsam Projekte auf die Beine stellen. Ich persönlich finde sowas ganz wichtig, sowohl was die Reichweite betrifft, als auch die Kontakte, die man knüpft, das Kennenlernen von Menschen.
    Ich wurde auch schon oft von Freunden gefragt, ob ich ihnen die manuelle Einstellungen einer Kamera näher bringen kann, ihnen etwas zeigen bzw. beibringen kann und natürlich habe ich das gerne gemacht, denn ich sehe in ihnen keine Konkurrenten, sondern Freunde, mit denen man vielleicht auch mal etwas gemeinsam im Bereich der Fotografie machen kann, ein gemeinsames Shooting z.B.
    Aber leider habe ich auch mal eine „negative“ Erfahrung gemacht, als ich in einem Gespräch eine Idee von mir äußerte, die ich gerne gemeinsam umgesetzt hätte. Darauf folgte keine Reaktion. Kurze Zeit später hat mein Gesprächspartner diese Idee alleine umgesetzt. Schade. Ich habe ihn nicht darauf angesprochen, auch nicht gedacht, dass meine Idee geklaut wurde. Vielleicht bestand diese Idee ja auch schon im Kopf meines Gesprächspartners, aber warum hat man sie dann nicht gemeinsam umgesetzt?
    Umso mehr freue ich mich, dass ich demnächst ein Projekt mit mehreren Fotografen, Models und Visas starten werde. Ich kenne niemanden davon bisher persönlich und ich bin ganz gespannt, diese Menschen kennen zu lernen. Das wird sicher eine tolle Erfahrung und wer weiß, was sich aus diesem Projekt einmal ergeben wird…

  2. Ich finde es ist das schönste Leute kennenzulernen, die die gleiche Leidenschaft haben, wie man selbst, weil die einen dann auf eine bestimmte Art verstehen, wie es andere eben nicht tun.

    Ich finde das Konkurrenzdenken ganz oft voll schade, aber ich versuche es auch immer zu verstehen…… Ich hab z.B. gemerkt, dass ganz viele Leute nicht preisgeben wollen, wo sie geshootet haben, wenn die eine ganz tolle Location gefunden haben oder so…. aber manchmal kann ich’s halbwegs nachvollziehen – zum Beispiel wenn dein Gegenüber nicht in der Lage ist zu „Geben und zu Nehmen“…. sich z.B. nicht bedankt oder mal so sachen schreibt wie „Durch Person XY habe ich diese wunderschöne Location finden können“… also so Dankbarkeit ausdrücken undso finde ich fehlt ganz oft.

    Und ich find es dann voll traurig, wenn so mega hilfsbereite Leute dann durch so ein undankbares Verhalten vor den Kopf gestoßen werden und dann keine Lust mehr haben ihr Wissen preiszugeben…. aber ich kanns irgendwie ein bisschen verstehen… 🙁

    Ohhhweeee – hoffentlich hab ich dich nicht zu doll vollgespammt D: D: 😀

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