Das bin ich, da komme ich her!

Hallo meine Lieben,

Da ist er nun, mein erster Blog-Eintrag. Ich musste nicht lange darüber nachdenken, wie ich den ersten Eintrag gestalten würde.
Für mich war direkt klar, dass ich mich zuerst vorstellen muss.

Ich bin Désirée (Ha, welch eine Überraschung!) und wurde am 10.11.1991 auf Sardinien (Italien) geboren. Ich bin Mama, Studentin, selbstständige Fotografin und ab und zu ein bisschen ironisch. Derzeit lebe ich in Groß-Umstadt, eine kleine Stadt am Rande des schönen Odenwaldes.
Ich habe nicht immer dort gewohnt. Eigentlich bin ich ein richtiges Stadtkind. Bis zu meinem 15. Lebensjahr wohnte ich in Mainhattan (Frankfurt am Main). Als ich mit meinen Eltern, meinen zwei Schwestern und meinem Hund aus beruflichen Gründen nach Groß-Umstadt ziehen musste, ging für mich die Welt unter.

Ein Stadtkind soll in ein Dorf  ( ca. 10.000 Einwohner = Dorf.) ziehen? Wie soll ich das überleben?

In Frankfurt war ich ein flexibles Leben gewohnt. Wenn mir langweilig war, habe ich einfach meine Freundinnen angerufen und mich in die Bahn gesetzt. Mit der Bahn war ja alles zu erreichen und ich hatte in Frankfurt alles, was ich brauchte.
Tja, in Groß-Umstadt sah das dann irgendwie alles anders aus. Bahnen gab es dort nicht. Nö. Nur Busse. Und zu meiner Freude fuhren die nur zu jeder vollen Stunde. Geil. So mit 15, ohne Fahrrad (Hab‘ ich ja in FfM nie gebraucht!), echt geil. Aber gut. Genug gemeckert. Eigentlich ist Groß-Umstadt ja nicht hässlich, eigentlich ist es ganz schön. Du hast überall Felder, Wälder und duftende Kläranlagen. Wenn du einen Sonntagsspaziergang machst und tief einatmest, dann inhalierst du erstmal ’ne volle Ladung Kacke-Geruch. Hach ja, was gibt es schöneres.

Wenn mich jemand fragen würde, was ich an Frankfurt vermisse, dann könnte ich stundenlang erzählen. Also eine Sache, die ich fürchterlich vermisse, ist der Blick auf die Skyline. Ja. Jedes mal wenn ich mit dem Zug oder mit dem Auto durch Frankfurt cruise und die Skyline sehe, grinse ich wie ein Honigkuchenpferd. Kein Plan, wieso das so ist. Die Skyline macht mich halt glücklich. Männer, nehmt euch mal ein Beispiel an der Skyline!

Außerdem vermisse ich den Ebbelwei-Express. Bin zwar noch nie mit gefahren, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht 2016? 2016!

Wisst ihr, was meine Mama als Vollblut-Italienerin immer gekocht hat? So ’ne richtig geile „grüne“ Soße mit Kartoffeln und Eiern. Bei Mama war die aber nie grün. Irgendwie war sie immer weiß, hat sie aber nicht gebockt. „DAS IST GRÜNE SOßE!!!!“ Aber ihr wisst ja, man widerspricht Mama nicht… sonst gibt’s Schläge mit de Kochloffle (dem Kochlöffel). Mamma mia! Ich vermiss‘ die weiße Soße 😛 …

Samstags war immer Flohmarkt am Mainufer. Da haste morgens um neun schon den Geruch von Bratwoscht in de Nas‘ gehabt. Wie ich es gehasst habe. Ja, meine Mutter hat mich immer gezwungen, mit ihr auf den Flohmarkt zu gehen. Und jetzt vermisse ich die ganzen Schreihälse, Kiffer und Freaks.

Ich vermisse den Fastnachtsumzug. Ich bin jedes Jahr über die Brücke zu meinem Stammplatz gelaufen und kam mit zwei Tüten Bonbons nach Hause. Bis auf einmal. Da bin ich mit einer Freundin auf die Zeil gegangen und kam mit zwei Bonbons nach Hause. ZWEI BONBONS! Mama und Papa haben mich ausgelacht. „Haben dir ja gesagt, komm‘ mit uns mit!“ Ich glaub‘, ich war da zehn Jahre alt. Prägendes Ereignis, prägendes Ereignis.

Wisst ihr, was ich auch vermisse? Die Mainspiele. In den Sommerferien war das immer mein Highlight. Ich werde nie mein erstes Mal Kisten-Klettern vergessen. Acht Kisten. Man war das peinlich. Von außen sah das so easy aus. Ich konnte diese Blamage nicht ertragen und schleppte meinen Hintern zwei Wochen lang JEDEN TAG um zehn Uhr dorthin, um meinen Rekord Tag für Tag erneut zu brechen. Die Betreuer dachten bestimmt, ich hätte keine Eltern…

Ja…Das sind nur sechs Dinge, die ich an Frankfurt vermisse. Aber den Rest hebe ich mir vielleicht für ein anderes Mal auf 😉

Ich hoffe mein erster Blog-Eintrag hat euch ein bisschen amüsiert. Habt eine schöne Woche,

Eure Dési

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