Kooperationen / Teil 2

…Aber wieso genau erzähle ich euch diese kleine Geschichte und wieso ist sie so wichtig für den Einstieg in das Thema? Das kann ich euch mit einem Wort beantworten. AUTHENTIZITÄT!

Ersten Teil verpasst? Hier entlang!

Ich möchte nicht einen von diesen Blogposts schreiben, den ihr euch heute durchlest und der morgen schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Ich möchte mit meiner kleinen Geschichte erreichen, dass Bilder in eurem Kopf entstehen. Eine Kooperation kann auch nach hinten losgehen. Vor allem dann, wenn man nicht authentisch ist. Bei mir fehlte nur ein Satz, deswegen wurde mein Post für einige Leser unverständlich.

Mir war es schon immer wichtig, dass ich so bleibe wie ich bin. Bodenständig, ehrlich, ironisch: authentisch eben.
Meine Community soll mich so mögen wie ich bin. Es gibt drei Fragen, die du dir nun stellen solltest:

Wer bist du?
Für was stehst du?
Bist du überzeugt von dir und deiner Arbeit?

Diese Fragen musst du weder mir noch jemand anderem beantworten – Du musst nur ehrlich zu DIR selber sein.


Wenn mir vor sechs Jahren jemand erzählt hätte, dass ich eines Tages mit bekannten Firmen wie Sigma, Daniel Wellington, Jo & Judy, EOS, bebe, Cluse, SodaStream, Grace Flowerbox, Catrice uvm. zusammen  arbeiten werde und mein eigenes Event auf die Beine stelle, bei welchem sich sogar für euch etwas durch meine Kooperationen ergibt, hätte ich ihm wahrscheinlich den Vogel gezeigt.
Hinter all diesem Erfolg steckt natürlich harte Arbeit und die ganzen Geschenke sind mir nicht einfach so in den Schoß gefallen.

Auch wenn es viele nicht glauben: die meisten Anfragen habe ich tatsächlich bekommen!
Angefangen hat das ganze natürlich umgekehrt, denn die Firmen mussten ja erstmal auf mich aufmerksam werden. Doch wie habe ich das getan?


Wie alles begann…

Ich saß vor ca. einem Jahr in der Uni in dem langweiligsten Kurs aller Zeiten, bei dem langweiligsten Dozenten aller Zeiten und hatte mal wieder keinen Bock. Das war nichts Neues, ich hatte nie Lust auf Uni. Was ich studiert habe und ob ich das noch einmal tun würde, erfährst du hier.

Ich saß mit meiner Kommilitonin auf dem Boden, denn der langweiligste Kurs aller Zeiten fand im Tageslichtstudio statt, deswegen gab es keine Stühle.
Anstatt mir das Gelaber über Fotografie anzuhören (Das war in meinen Augen ein Anfängerkurs, denn 90% der Studenten fotografierten zum ersten Mal in ihrem Leben!) schnappte ich mir meinen Laptop und surfte auf Instagram. Was mir auffiel: Werbung. Überall Werbung. Allerdings nicht die Art von Werbung, die wir gewohnt sind. Es handelte sich um unterschwellige Werbung. Schöne Produktfotos, auf denen die verschiedensten Firmen getaggt wurden.

By the way: Wichtig ist, dass ihr keine Angst habt, etwas zu verkaufen! Verkaufen und werben ist NICHTS schlimmes! Die Leute kaufen gerne. Es ist nur die Art und Weise, wie man für etwas wirbt.
Wenn jemand mit der Einstellung „ich möchte nichts verkaufen oder „Werbung für etwas machen, das ist ja grauenvoll“ an dieses Thema geht, dann kann er seinen Laptop direkt zumachen und die Selbstständigkeit an den Nagel hängen, denn so funktioniert dieses Business nicht. Wer nicht wirbt, stirbt. Ganz einfach.

Jedenfalls sah ich überall diese unterschwellige Werbung und wusste direkt, dass es sich um Kooperationen handelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ca. 5000 Follower auf Instagram.
Das muss ich doch auch irgendwie schaffen, dachte ich mir und begann zu recherchieren. Wie muss eine Kooperationsanfrage aussehen? Was ist wichtig? Worauf achten die Firmen?

Zu diesem Thema findet man meiner Meinung nach im Netz so gut wie gar nichts. Ein Thema, das aus Angst kaum behandelt wird. Aber wieso? Dass Blogger mit dem was sie tun Geld verdienen ist kein Geheimnis und deswegen kann man, so finde ich, offen darüber sprechen. Wenn ich damit den ein oder anderen sogar motivieren kann, ins TUN zu kommen, dann schreibe ich gerne über diese Thematik.

Was ich schon vorher wusste: Erfolgreiche Blogger haben ein MediaKit.


Das Mediakit

In einem MediaKit stellst du dich und dein Business vor. Wer bist du? Erzähl deine Geschichte! Wie kamst du zu dem, was du tust? Was ist das Besondere an dir?
Auch hier wieder ganz wichtig: bleib‘ authentisch! In meinem MediaKit stehe ich zu meiner frechen, ehrlichen Art und sage ganz deutlich, dass „Authentizität“ bei mir groß geschrieben wird.
Ich möchte nur für Produkte werben, die ich wirklich gut finde. Wenn du schon mit Kooperationspartnern zusammengearbeitet hast, kannst du eine Seite erstellen, auf der alle Logos der Firmen übersichtlich zusammen gefasst sind. Die Statistiken (Was hast du auf den sozialen Netzwerken für eine Reichweite?) solltest du auf jeden Fall nicht vergessen, denn sie ist für beide Seiten wichtig um einschätzen zu können, ob eine Kooperation Sinn macht. Bei Kooperationen handelt es sich um eine Win-Win-Situation. Beide Seiten haben etwas davon. Du bekommst z.B. ein Produkt geschenkt und machst dafür Werbung. Natürlich sollte die Wertigkeit von beiden Seiten stimmen. Wenn man 200 Abonnenten hat kann man nicht erwarten, dass man eine Uhr im Wert von 150 € geschenkt bekommt und ein Posting ausreicht.


Woher weiß ich, wie viel ein Posting auf meiner Seite wert ist?

Das ist ganz einfach! In der Regel rechnet man 10€ pro 1000 Abonnenten.

Kleines Beispiel: Ich habe auf Instagram 11,6 Tsd. Abonnenten also ist ein Posting auf meiner Seite 116 € wert.
Es reicht also nicht aus, mir ein Produkt im Wert von 10€ zu schicken und dafür mehrere Postings zu erwarten.

Seht diese Faustregel bitte nur als kleine Orientierung. Wenn euch ein Produkt gefällt, dann könnt ihr euch natürlich auf eine Kooperation einlassen – ihr solltet euch nur nicht unter Wert verkaufen. Hinter vielen Followern steckt für gewöhnlich auch viel Arbeit, Fleiß und Herzblut. Unwissenheit sollte nicht ausgenutzt werden.

Ihr solltet Kooperationen nicht grundsätzlich ablehnen, nur weil der Wert nicht zu 100% von beiden Seiten übereinstimmt! Das halte ich für völligen Quatsch.


Der Klugscheissermodus  (Namen geändert)

Eine Freundin, die noch nicht so viele Kooperationen hatte wollte MIR vor einiger Zeit etwas erzählen, da musste ich etwas lachen.

Anette: “ Der Theo hat mir neulich erzählt, dass er von Firma X Produkte geschickt bekam und dann noch 750€ dafür bekommen hat!“
Ich nur: „Cool für ihn, echt krass.“
Anette: “ Ja, und er hat mir gesagt, dass er die Anfragen ausschließlich über Instagram stellt, ich mache das jetzt auch so!“
Ich: “ Finde ich nicht sinnvoll. Das ist unseriös und außerdem kannst du nur kurze Nachrichten senden. Dazu kommt, dass große Firmen für Instagram und Co oft Social Media Manager einstellen, weil es zu viel Zeit raubt. Wenn du eine Mail sendest, wird diese direkt an die Marketingabteilung weitergeleitet, welche für Kooperationsanfragen zuständig ist.“
Anette: „Bei ihm klappt’s doch, also muss er was richtig machen!!“

Das Gespräch von meiner Seite war hier beendet. manche Leute müssen eben am eigene Leib spüren, dass sie Unrecht haben. Da kannst du dir den Mund fusselig reden.
Wir schrieben teilweise die selben Firmen an. Ich bekam eine Zusage, sie nicht.
„Kein Kontingent mehr, sorry.“ Nachdem sie etliche Absagen oder garkeine Anworten bekam (selbst von kleinen StartUps, bei denen sie dachte, dass sicher eine Kooperation zustande kommt) erzählte sie mir total verständnislos davon. Also erklärte ich ihr nochmal, was sie zuvor gekonnt ignorierte.

Klar kommst du dir in diesem Moment dumm vor, aber wer nicht hören will…


 

 

…Und wie mache ich das richtig? Das erfahrt ihr beim nächsten Mal!

…dann wird es sogar eine kleine mini Verlosung geben, weil ich bei der letzten Kooperation mehr geschickt bekommen habe, als ich gebrauchen kann! Dafür ist es allerdings notwendig, dass ihr alle drei Teile gelesen habt, damit jemand gewinnt, der MIR treu ist 😉

 

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3 comments

  1. Ja dieses Thema wird leider viel zu oft totgeschwiegen da stimm ich dir zu. Ich mag deine ehrlichen Posts sehr gerne. Wobei einige grosse Blogger wie zB. Nina von Fashioncarpet schon recht gute Posts dazu machen! Sehr zu empfehlen. Mich würde auch mal eine ehrliche Aussage interessieren wie man es schafft bei Instagram über 10k Follower zu bekommen. Ein paar Stimmen haben nämlich schonmal anklingen lassen das sie täglich (!) 6 Stunden aktiv waren um dahin zu kommen. Dafür bin ich mit 26 wohl einfach zu alt bzw. verdiene auf anderen Quellen zu gut um meine Zeit so zu vertreiben. Ich glaub als Schüler/Student hat man da echt den Jackpot (wenn man leicht lernt und so alles aufholt)

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.hochzeitsfotografen-mirrorarts.ch/

    1. Huhu, man muss eben echt aktiv sein und das ganze Thema mit Social Media ernst nehmen. Kommentieren, Luken, antworten… Social Media lebt von Interaktion 🙂

  2. Liebe Dési,

    ich finde es ganz toll von dir, dass du so ehrlich und transparent über das Thema schreibst und sogar die Zahlen offen legst! Davon kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden. Chapeau und weiter so 🙂

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