Kooperationen / Teil 3

…Ihr solltet nicht alles nehmen, was ihr kriegen könnt. Ich habe schon die verrücktesten Anfragen bekommen und viele Absagen verteilt. Kannst du dich mit dem Produkt identifizieren? Passt es zu dir? Hat dich der Kooperationspartner wirklich im Auge gehabt und wirklich Interesse an einer Zusammenarbeit oder ist es bloß eine Kettenmail in der Hoffnung, von irgendwem eine Zusage zu bekommen? Hast du die erste zwei Teile schon gelesen? Nein? Dann lies sie zuerst! Hier entlang.


Wie sollte eine Kooperationsanfrage lieber nicht aussehen?

Diese Woche bekam ich eine Anfrage, die mich etwas schmunzeln ließ. Es gibt eine neue Datingapp, die eine Gruppe von 4-6 Personen an einen Tisch bringt.
Die App sucht automatisch die Personen und das Restaurant aus. Die App ist wohl gerade mega im Kommen, weil schon in bekannten regionalen Zeitungen darüber berichtet wurde.
Um euch mein Schmunzeln etwas zu erklären, werde ich ein wenig aus der Mail zitieren:

Die Anrede sah wie folgt aus:

„Hallo *|MMERGE3|*,

wir haben dein Instagram-Profil gesehen und würden Dir gerne ein Abendessen schenken!“

Okay. Ihr wisst wohl nicht meinen Namen und habt mein Instagram Profil gesehen. Alles klar, interessant.
Danach kam der Copy & Paste Teil, in dem das StartUp vorgestellt und Links eingefügt wurden, um besser recherchieren zu können. Dagegen habe ich ja grundsätzlich nichts, das ist sogar super, weil ich mir dann ein Bild von dem Unternehmen machen kann und weiß worum es geht.

Der letzte Abschnitt sah dann so aus:

„Damit wir noch schneller wachsen, würden wir gerne mit Dir zusammenarbeiten. Wir spendieren Dir ein leckeres Abendessen in einem unserer ausgewählten Partnerrestaurants. Dabei lernst Du über unsere App 5 neue Personen kennen, mit denen Du einen lustigen Abend verbringst. Vielleicht bildest Du neue Freundschaften, Beziehungen oder gewinnst neue Follower.;) „

Drei mal dürft ihr raten, wieso ich abgelehnt habe.
Ich erkläre es euch.

1. Wahrscheinlich der wichtigste Grund: Ich habe einen Freund. Wenn die jungen Herren anständig recherchiert hätten, hätten sie das mit einem Klick herausgefunden.

2. Das Essen hat maximal einen Wert von 25 € – ein Posting bei mir hat einen Wert von 116 €

3. Time ist Money. Ich hätte an diesem Abend viel Zeit und Geld verloren. Zeit, die ich mit meinem Kind, meinem Freund, meinen Freunden oder meiner Familie verbringen könnte.
Zeit, die mir unheimlich wertvoll ist, weil ich sie als Selbstständige kaum habe. Meine Wochenenden existieren schon seit einigen Jahren nicht mehr, aber ich bin glücklich darüber, weil ich das tue, was ich liebe!
Ich hätte zusammen gerechnet zwei Stunden im Auto gesessen. Allein die Kosten für Benzin & Verschleiß übersteigen schon den Wert des Essens.
Macht das Sinn? Nein. Kann mir jemand garantieren, dass die Gruppe zusammenpasst und ich Spaß habe? Nein. Am Ende sitze ich mit Freaks an einem Tisch und werde ermordet. Nein, danke.

4. Authentizität. Wie hätte ich das Posting gestalten sollen? „Heute mal bei einem #NameDerAppVerrateIchNichtDate!“ Seid mal ehrlich, ihr hättet euch doch mega verarscht gefühlt oder?

5. Wie soll ich bei dieser Kooperation neue Follower gewinnen, wenn es nicht mal eine Seite gibt, auf der ein Foto von mir gepostet wird, durch das ich neue Leser generiere?

Versteht ihr, worauf ich hinaus möchte? Wo ist hier der Profit für mich?
Dann bleibe ich mir lieber treu und verbringe den Abend ganz entspannt mit meinem Freund auf der Couch und bestelle etwas beim Inder. So sind wir alle glücklich.
Ich weiß, dass sich das hart anhört. Wichtig ist aber, dass ihr nicht vergesst, dass der Aufbau eurer Community nicht über Nacht entstand und ihr dafür hart gearbeitet habt. Sie können ganz schnell vergrault werden, wenn ihr euch nicht treu bleibt bzw. umauthentisch wirkt.


…Jetzt wisst ihr, wie eine Anfrage auf jeden Fall nicht aussehen sollte. In diesem letzten Teil werde ich euch aufzeigen, was bei einer Kooperationsanfrage besonders wichtig ist und worauf geachtet wird.

Wie sollte eine Anfrage also aussehen?

Zu allererst solltet ihr euch die Mühe machen und die Website des Unternehmens aufrufen, bei der ihr eine Anfrage stellen möchtet. Macht nicht den selben Fehler wie „Anette“ und schreibt ’ne Instamessage. Das ist einfach super unprofessionell. Klickt auf die Website und sucht nach dem Impressum. Maximal drei Klicks und ihr habt eine Mailadresse! Außerdem solltet ihr schauen, wo das Impressum liegt. Ist es deutschsprachig? Ja? Super. Ist der Hauptsitz in einem anderen Land? Dann versucht es in englisch!

Was mich bei der Anfrage, die ich bekommen habe fürchterlich gestört hat: Die Anrede!
Macht bloß nicht den Fehler, einen falschen Namen oder gar keinen Namen in die Anrede zu packen.
Das ist unpersönlich. Wenn ihr keinen Ansprechpartner habt, könnt ihr immer noch „sehr geehrte Damen und Herren“ oder liebes “ Lückenfüller-Team“ schreiben. Das ist einfach höflich und zeigt, dass ihr eine gute Erziehung genossen habt. Ich verliere direkt die Lust an einer Kooperation, wenn meine Freundin und ich zeitgleich die selbe Mail bekommen und sich nicht mal die Arbeit gemacht wird, eine direkte Anrede einzufügen. So viel Arbeit muss sein! Es geht hier schließlich um ein Geben und Nehmen!

Auch wenn ihr euer MediaKit mittlerweile abgetippt und schön gelayoutet habt, solltet ihr euch in 2-3 Sätzen vorstellen und schreiben wer ihr seid, was ihr macht (passt die Person überhaupt zur Marke und kann sie sich mit unseren Produkten identifizieren?), wie alt ihr seid (bei manchen Produkten spielt das eine Rolle! Babyshampoo für eine 20 jährige? Hmmm…) und woher ihr kommt (Versandkosten!).

Nach diesem Teil kommen die Fakten! Kooperationsanfragen sind ähnlich wie TfP-Anfragen. Menschen haben keine Zeit und Menschen sind faul, darum solltet ihr alle Links zu euren sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, YouTube, Twitter usw.) anhängen, damit sich der gegenüber nicht erst die Arbeit machen muss, um alles rauszusuchen. Kein Kooperationspartner hat Lust, seine wertvolle Zeit für die Recherche zu opfern. Außerdem gehört die wöchentliche Reichweite von sämtlichen Netzwerken dazu! Ich sag‘ euch ganz ehrlich: Ein Kooperationspartner schaut nicht nur auf die Followerzahl sondern auch auf die Interaktion. Was bringt einem Kooperationspartner ein Profil mit 30 Tsd. Followern, wenn die Interaktion tot ist? Manchmal kannst du auch mit einem kleinen Netzwerk mehr erreichen! Natürlich solltet ihr auch schöne Fotos machen können. Ihr seid klar im Vorteil, wenn ihr einen Sinn für Ästhetik habt und schöne Produktfotos machen könnt! Niemand hat Bock jemandem etwas zu schenken, wenn die Fotos für die Tonne sind.

Bedankt euch im voraus und vergesst nicht die Grußformel… ich denke das ist selbstverständlich, aber man sollte ja auch die selbstverständlichen Dinge erwähnen, nicht wahr?

Falls ihr eine Absage oder gar keine Antwort bekommt, solltet ihr nicht traurig sein. Wenn euer Feed schön aussieht und ihr überzeugt von eurer Arbeit seid, gebt nicht auf. Eine Absage kann viele unterschiedliche Gründe haben (z.B. falsche Zielgruppe, kein Kontingent, zu wenig Follower u.u.u.). Vielleicht besteht zu einem späteren Zeitpunkt die Chance auf eine Zusammenarbeit, also solltet ihr euch diese nicht mit unhöflichen Antworten oder „Bettelmails“ vertun. Das ist der Abtörn hoch 10.

Der letzte Punkt, der nicht ausgelassen werden darf: Kennzeichnet den Post (ganz egal ob auf Instagram, Facebook Blog oder sonst wo) mit #Werbung! Wenn ihr das nicht tut, könnt ihr euch wegen Schleichwerbung strafbar machen!

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen drei ewig langen Posts ein wenig helfen und motivieren! Bei meiner letzten Kooperation gemeinsam mit EOS, habe ich ziemlich viele Lipbalms zugeschickt bekommen. So viele kann ich selber garnicht gebrauchen, deswegen möchte ich zwei von euch die Chance geben, etwas zu gewinnen. Ich habe zwei kleine Pakete (beides Limited Edition), die ich verlosen möchte! Diesmal wird die Verlosung auf meinem Blog stattfinden, damit jeder die Chance hat teilzunehmen!

Was du dafür tun musst? Kommentiere diesen Beitrag und beantworte mir aus jedem Teil mindestens eine Frage, die ich gestellt habe.

Mit ein wenig Glück bekommst DU von mir bald Post <3

 

Viele liebe Grüße, Dési

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17 Kommentare

  1. Hallo Desi,
    Erstmal danke für die tollen Blogposts die du immer schreibst. Ich lese sie wirklich regelmäßig und als ich angefangen habe diese zu lesen habe ich auch erst einmal deine alten Posts nachgelesen.
    Zu den Fragen:
    1. Teil: Bitte bleib dabei dass du nicht immer postest was du spendest o.ä. das würde dich nur unauthentisch machen und gerade dass du das nicht machst zeigt von Größe die andere einfach nicht besitzen und sich deshalb ggü. Dir auslassen.
    2. Teil: Ich bin einfach mal so frei und erzähle dir wer ich bin. Ich bin Valentina, 20, aus dem Landkreis Aschaffenburg und versuche mich nebenbei im modeln. Da ich sehr begeistert bin wenn es um das Thema Schminken geht habe ich auch mal bei Shari einen Kurs gemacht bei dem du auch mal kurz reingeschneit bist. Auch da kann ich voll und ganz sagen habe ich dich in deinen Posts wieder erkannt.
    3. Teil: Hier halte ich mich nach dem Ausschweifen oben kurz. Ja ich habe die ersten beiden Teile schon gelesen.
    So ich hoffe mein Kommentar ist nicht viel zu lang ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag
    LG Valentina

  2. Hallo liebe Desi,
    ich fand deine Beiträge super spannend, da ich mich momentan auch sehr mit dem Thema auseinander setze. Ich finde es toll, dass du so offen darüber schreibst. Die meisten, die Erfolgreich sind und viele Kooperationen haben machen immer nur waage Andeutungen.
    Du hast im ersten Teil garkeine direkt Frage gestellt. Ich hatte die Story mit dem Posting und dem Urlaub schon mitbekommen, da ich mir immer deine Story angucke. Ich finde es gut wie du damit umgehst und man muss Wohltätigkeit nicht an die große Glocke hängen. Da hast du vollkommen Recht. Man macht es schließlich nicht für die Öffentlichkeit.
    Wer bin ich?
    Eine super schwierige Frage! Eigentlich bin ich nur ein ganz gewöhnlicher Mensch, der durch Zufall ans Modeln gekommen ist und dadurch auch an Instagram. Und je länger man dabei ist, desto größer die Community und der eigene Ehrgeiz.
    Eigentlich geht es mir garnicht so sehr ums modeln, natürlich ist es schön so viele wundervolle Bilder von einem zu haben. Aber der richtige Spass liegt dadran so super viele unterschiedliche Menschen kennenzulernen! 🙂
    Die richtige Arbeit liegt tatsächlich darin den oder die richtigen Kooperationspartner zu finden. Produkte die man natürlich und authentisch vermarket, da man dahinter steht und sie auch privat kaufen würde. Und nicht nur promotet weil man sie geschenkt bekommen hat.
    Vielen Dank für deine Offenheit über dieses Thema und lieben Gruß, Antonia

  3. Hallo Desi, jetzt schau ich mal, ob ich das richtig mache 🙂
    Also zum ersten Blogpost, ich finde es wichtig, dass man gute Dinge tut, ohne sie in der Welt hinauszuposaunen, um sich gut darzustellen. Es ist gut, wenn man ab und zu Leute zu guten Taten aufruft, wie du das bei der Spendenaktion gemacht hast, aber jedes mal braucht man wirklich nicht schreien „He, ich bin so toll!“, da hast du schon recht.
    So, zum zweiten Blogpost, ich bin Katha, eine Anfängerin in der Fotografie, wobei ich demnächst wahrscheinlich die Laureta auf tfp-Basis fotografieren darf, die du ja auch schon fotografiert hast, was für mich eine große Ehre ist. Mein Traum ist es, mir neben meinem baldigen Beruf als Lehrerin noch ein bisschen Geld mit dem Fotografieren dazu verdienen zu können und gerade klappt das schon ein klitzekleines Bisschen 🙂
    Und noch zu dem dritten. Mir fällt es immer öfter auch in meinem Nebenjob im Büro auf, dass Leute in Mails nur noch das Nötigste schreiben und man fühlt sich direkt gekränkt. Ein Dozent von mir hat einen Standardtext zum Beantworten von Fragen und der erste Satz ist „Vielen Dank für Ihre Mail.“. Obwohl es immer kommt, fühlt man sich gewertschätzt und respektiert. Deshalb ist dieses Thema glaube ich wichtiger, als viele meinen.
    So, jetzt hast du einen richtigen Roman zu lesen 😀 Tut mir leid! Aber dein Blog ist wirklich der einzige von den vielen vielen Blogs, den ich immer direkt bei der Veröffentlichung lese, da es so spannend geschrieben ist und ich nie abschweife.
    Deshalb hier ein Kompliment an dich!
    Liebe Grüße
    Katha ♡

  4. Hallo Dési,

    Mir geht es grade nicht darum, bei deinem Gewinnspiel teilzunehmen. Ich habe die drei Teile aufmerksam gelesen, aber mir geht es gerade eher darum ein Feedback zu hinterlassen und meine Gedanken zu teilen. 🙂
    Ich bin keine Bloggerin, aber folge sehr vielen und daher wird man immer mit dem Thema Werbung und Kooperationen konfrontiert. Bisher hat noch niemand so ausführlich darüber geschrieben wie du (oder zumindest habe ich es nicht mitbekommen oder wahrgenommen) und ich finde es wirklich sehr gut von dir, dass du so offen und ehrlich damit umgehst. Ich persönlich verstehe nicht, warum sich immer so viele darüber aufregen. Ich mag es eigentlich, wenn Blogger denen ich gerne folge ein bestimmtes Produkt vorstellen oder zeigen, denn dadurch werde ich selber inspiriert. Natürlich ist das der Sinn der Werbung, aber wo ist das Problem? Ist doch für mich eher positiv, wenn ich eine ehrliche Meinung darüber lesen kann, anstatt es zu kaufen und dann enttäuscht zu sein. Natürlich muss man sich bewusst sein, dass die Person dafür bezahlt wird das sie wirbt oder eben das Produkt kostenfrei erhält, aber wie du schon sagst, wenn jemand authentisch und ehrlich ist, und sich nur auf Kooperationen einlässt hinter denen er steht, ist doch alles in Ordnung.
    Zu dem Bild, weswegen du dich entschieden hattest diese Blogposts zu verfassen: ich finde es ganz furchtbar, dass von Bloggern oder generell Personen in der „Öffentlichkeit“ erwartet wird, dass diese immer alles mögliche spenden sollen. Ich fände es furchtbar, wenn jemand sich so zur Schau stellen würde. Man macht etwas Gutes und/oder spendet, weil man es gerne möchte und jemanden helfen möchte, nicht um damit zu prahlen.

    Danke, für diese informativen und ausführlichen Blogposts zu diesem sensiblen Thema. 🙂

    Liebe Grüße!

  5. Hallo liebe Désirée,

    ich lese deinen Blog schon seit einiger Zeit und freue mich immer, wenn ein neuer Blogpost online kommt. Ich finde deinen Schreibstil total angenehm und super zu lesen. 🙂
    Nun möchte ich gern an deinem Gewinnspiel teilnehmen, daher nun zu den Fragen:

    1] Ich finde auch nicht, dass du uns erzählen musst, wenn du Geld gespendet hast oder andere wohltätige Sachen gemacht hast. So etwas macht man meiner Meinung nach nicht, um anderen davon zu erzählen, sondern für sich selbst und vor allem für diejenigen, denen es zugute kommt.

    2] Da erzähle ich dir mal kurz, wer ich bin: Mein Name ist Linda, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Sachsen. Ich habe im Oktober begonnen, Grundschullehramt zu studieren, was mir bis jetzt sehr viel Spaß macht.

    3] Ja, der Punkt mit der Höflichkeit und der Grußformel usw. sind eigentlich Sachen, die man voraussetzt. Jedoch finde ich es gut, dass du sie hier noch einmal mit erwähnst. Das kann man ja nicht oft genug betonen, dass es wichtig ist.

    Ich wünsche dir noch einen tollen Tag,
    liebe Grüße von Linda 🙂

  6. Hallo Dési,
    nachdem gerade mein Safari abgerauscht ist, schreibe ich diesen Text nun schon zum zweiten mal….💁🏼
    Ich wollte dir einfach mal Danke sagen, für deine tolle Arbeit, die du für uns Follower leistest, aber auch was du für eine Leidenschaft du da reinsteckst und man diese richtig spürt, aber so wie ich dich kenne, weißt du das schon längst! 😀

    Frage Teil 1: Soll ich euch jedes Mal davon erzählen, wenn ich einem Straßenmusikanten Geld in den Hut werfe?
    Antwort: Nein, das ist absolut nicht deine Pflicht. Du hast ein Recht auf Privatsphäre und das hat niemand anderes zu bestimmen was du von dir Preis gibst als du selbst. Ich finde es eh schon total toll, wie viel es doch ist, was wir von dir wissen, weil du uns an deinem Leben teil haben lässt! Ich kann verstehen, dass man denken kann Leute die aussehen, als hätten sie viel Geld, weil sie gute Klamotten tragen und vielleicht auch Markenklamotten oder Markenschmuck haben, wären damit reich, aber das ist natürlich nicht immer der Fall. Man kann auf solche Dinge hin sparen, oder hat das Glück Kooperationen mit anderen Firmen eingehen zu können, was einem dann die Möglichkeit gibt, das „gesparte“ Geld sinnvoll einzusetzen.

    Frage Teil 2: Bist du überzeugt von dir und deiner Arbeit?
    Antwort: Nein, leider ist dies nicht der Fall und ein großes Problem von mir. Ich denke oft, dass ich nicht gut genug bin und habe Angst bei einem Shooting kein einziges gutes Bild am Ende rauszubekommen, deswegen fange ich erst gar nicht an mich anzubieten. ich weiß, dass man daran arbeiten kann und werde dies auch tun. Ich habe jetzt seit fast 7 Monaten meine Kamera nicht mehr in der Hand gehabt, weil ich immer Ausreden (Faulheit, zu kalt, zu dunkel, immer die gleichen Models,…) gefunden habe. Die einzige Unterbrechung des Nichtstuns, war bei „Drama mit Dési“. DANKE DAFÜR! 🙂 Immer wenn ich mit dir zusammen gearbeitet habe, hatte ich so Motivationsschübe und dann auch 2-3 Shootings danach. Ich zwar mit den Bildern zufrieden, aber dieser Drang nach mehr kam nie in mir auf. Hast du da Ideen, wie man den bekommen und beibehalten kann?

    Frage Teil 3: Was bringt einem Kooperationspartner ein Profil mit 30 Tsd. Followern, wenn die Interaktion tot ist?
    Antwort: Nichts bringt es ihm, weil er nicht weiß, ob die Follower diesem Kanal still folgen oder vll gar kein Instagram mehr besitzen und nur noch nicht von Instagram gelöscht wurden. Ich finde es allerdings sehr schwer meine Follower zum kommentieren zu motivieren. Ich kann ja schlecht als 240-Follower „großer“ Kanal eine Verlosung machen. Egal welche Art von Frage ich stelle, ob persönlich oder allgemein, es antwortet immer nur ein und der selbe Follower auf meine Fragen. Wie hast du die Anfänge ausgehalten. Was hast du gemacht, um mehr aktive Follower zu gewinnen.

    Danke für Deine Antwort und deine inspirativen Blogeinträge, Fotografien und Alltagsbilder.
    <3 Tati

    1. Ohhhh, so ein langer Text Tatiii 😋
      Ja, aller Anfang ist schwer. Ich glaube meine ersten tausend Follower auf Facebook hatte ich nach einem Jahr… am Anfang kommentieren einfach zu wenig Leute. Das ist leider so. Motivation wirst du nicht haben, weil es nicht das ist, was du liebst. Wie sagt Alexander Hartmann so schön? „Wir sind am effektivsten, wenn wir das tun, was wir lieben!“ Lies Bücher, höre Podcasts, schau Tutorials… so erhältst du dir die Motivation. So tue ich das. Einen anderen Tipp habe ich da leider nicht. Viele liebe Grüße, Dési ❤️.

      1. Danke! Das werde ich tun. Ich liebe es schon. Es macht mega viel Spaß, wenn ich es dann mal tue, aber diese Ideen suchen und so, naja ich bleibe dran und lasse mich von vielen Seiten inspirieren und motivieren. Danke für den Tipp! 🙂

  7. Hallo liebe Desiree,

    Danke für deine Blogposts zum Thema Kooperationen.
    Manchmal würde ich mir wünschen, mehr Leute würden deine Ansichten zumindest/besonders in dieser Angelegenheit teilen. Die Welt in den sozialen Medien wird leider nämlich immer verkorkster.

    Das hat zum einen, damit zu tun, dass viele alles nur noch für die „Klicks“ tun. Teilen ist mit dem direkten Mitmenschen ein Fremdwort geworden, es fängt mit dem einfachen Lächeln oder ein paar netten Worten an und hört damit auf jemandem, der es braucht, mal ein Brötchen oder ein wenig Kleingeld zuzustecken, außer natürlich man teilt sein eigenes Teilen anschließend mit der ganzen Welt, um sich als Gutmensch darstellen zu können – bringt ja immerhin mehr Klicks und mehr Klicks machen mich Glücklich und immerhin habe ich doch eine gute Tat vollbracht, oder nicht?
    Naja alles für das Ego.

    Ich.

    Ich.

    Ich!

    Und genau dieses selbstzentrierte Denken, hat auch sehr viel damit zu tun, dass viele versuchen die innere Leere zu verkaufen.

    „Geld macht Glücklich“

    Dass man dafür in Kauf nehmen muss hin und wieder ein Produkt zu präsentieren hinter dem man nicht steht, es vielleicht sogar gar nicht ausstehen kann, scheint normal zu sein.
    Man könnte schon fast meinen, manch einer würde sich der Werbung Zwecke prostituieren.

    Und, da ist es wichtig auch einmal abzulehnen gerade, wie in deinem Beispiel, wenn man nicht in die Zielgruppe passt und seine Zeit mit mehr Wert füllen kann.
    (Mal ganz davon abgesehen, dass die Aktion auch nicht Profitabel gewesen wäre aber das war denke und hoffe ich auch nicht die Kernaussage.)
    Von Zeit haben wir ja auch immer noch am wenigsten und ist es nicht das, was am wenigsten vorhanden ist, dass letztendlich am Wertvollsten ist?

    Zu der Frage, wer wir sind, wer ich bin?

    Ich heiße Lilian und bin 19 Jahre alt.
    Beantworten tut dies die Frage allerdings nicht, zumindest nicht zur Genüge.
    Ich weiß es schlicht und ergreifend jetzt nicht.
    Was ich weiß ist, dass ich Wandelbar bin. Mich nicht auf einer Konstante bewege und das auch gut so ist.
    Neue Erfahrungen kommen und gehen und ändern in gewisser Weise mein Weltbild. Das ist auch gut so.
    Natürlich habe ich bestimmte Werte an denen ich festhalte, aber ich bleibe der Welt und mir offen.
    Nichts bleibt gleich.
    Und davon bin ich überzeugt.
    Wir können versuchen das richtige zu tun.
    Aber was ist Richtig und was ist Falsch.

    Alle können von etwas überzeugt sein nur einer ist es nicht, wer hat nun die richtige Ansicht?

    Schlussendlich sollte jeder seinen Überzeugungen folgen und nur seinen allein. Mal auf die Schnauze fallen. Tut auch gut. Aber sich selbst Treu bleiben.

    Und du scheinst, so wage ich es zumindest aus all den Blogposts und unzähligen Video-Storys beurteil zu können, dir Treu zu bleiben.

    Und gerade das macht dich Authentisch und deine Blogposts lesenswert.
    (Mal ganz von deinen fotografischen“ Skills“ abgesehen!)

    Liebe Grüße,

    Lilian

    (P.S. Sorry für den halben „Rant“ meinerseits)

  8. Liebe Desi,

    ich folge dir schon länger und da ich gar nicht weiß, ob ich hier überhaupt schon mal einen Kommentar hinterlassen habe, stelle auch ich mich erst einmal vor.

    Ich bin 37 und komme aus dem Herzen des Ruhrgebiets. Die Leidenschaft zur Fotografie begleitet mich bereits ein Leben lang und seit ein paar Jahren fotografiere ich nebenselbstständig und liebe es!

    Deine drei Teile zum Thema Kooperation habe ich mit großem Interesse gelesen. Das Thema habe ich bisher nur über andere verfolgt. Gerade deshalb finde ich es interessant zu lesen, dass auch du viele Firmen anschreibst und eine Kooperationsanfrage stellst und diese Firmen nicht immerzwangsläufig auf dich zukommen. Bei Instagram und Co. denkt man als Follower ja immer ersteinmal in die andere Richtung.

    Außerdem muss ich dich in deiner Art einfach mal bestätigen. Mir gefällt es gut, dass du nicht immer alles, was du für andere tust, postest. Denn das hat niemanden zu interessieren. Du tust es ja für jemand anderes und nicht für uns Follower bei Instagram und Co. Ich finde das sehr gut, wie du es machst.

    Bleib so wie du bist. Ich freu mich auf deine nächsten Blogeinträge und Insta-Stories.

    Viele liebe Grüße,
    Denise

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