Meine ganz persönlichen Foto-Tipps und -Tricks für den kleinen Geldbeutel

„Sooo gerne würde ich auch tolle Bilder machen, aber mir fehlt einfach das Geld!“
Kommt dir dieser Spruch bekannt vor? Ab heute ist mit diesen Ausreden Schluss! 


Als ich mit der Fotografie begann, war ich Schülerin und frisch gebackene Mama. Ich hatte also kaum Geld. Dass ich mir von meinem erspartem Geld eine Kamera kaufen konnte, war das höchste der Gefühle.
Ich habe nie ein Studio gehabt, wollte aber immer Bilder vor einem Hintergrund machen. Also musste ich mir mit wenig Geld etwas zusammen basteln.
Heute verrate ich euch meine ganz persönlichen Foto-Tipps und Tricks, die ich noch heute anwende.


1. „Dési, wie befestigst du immer die Blumen am Körper des Models?“

Niemand möchte richtigen Kleber auf dem Körper haben und hinterher mit der Reinigung seiner Haut kämpfen müssen. Früher habe ich immer Wimpernkleber für das Befestigen von kleinen Blümchen verwendet. Auf Dauer wurde das allerdings sehr teuer und sonderlich gut hat das auch nicht gehalten. Mittlerweile habe ich für mich den optimalen „Kleber“ gefunden! Kauft euch einfach eine Tube Haargel aus dem Supermarkt. Den gibt es schon für ca. 2 € und manche tragen sogar den Namen „Kleber“.


Ich verwende 3Wetter Taft -> Zum Produkt

2. „Deine Hintergründe sind immer so schön, wo kaufst du sie?“

Ich habe mir noch nie einen richtigen Fotohintergrund gekauft. Die Hintergründe die ich sah, waren entweder zu teuer oder hatten irgendwas an sich, was mir nicht zu 100% zusagte. Da ich überwiegend Portraits shoote, war mir die Größe nie besonders wichtig.
In meiner alten Wohnung hatte ich einen schwarzen und einen grauen Hintergrund, allerdings waren das zwei Rollos, die ich an der Decke befestigte. Bei Ikea bekommt man so einen Rollo schon für ca. 40€.

Für die bunten Hintergründe nutze ich noch heute meine heiß geliebten Kuscheldecken! Hättest du nicht gedacht? Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, dass ich Kuscheldecken und keine professionellen Hintergründe verwende. Leidet die Qualität des Fotos darunter? Natürlich nicht! Wenn du offenblendig fotografierst oder dich vom Hintergrund weg bewegst, verschwimmt der Hintergrund.

Wer sich mit einfarbigen Hintergründen nicht zufrieden gibt, kann sich ein altes Laken aus dem Schrank holen und es mit Spraydosen aus dem Baumarkt besprühen. Eine Dose kostet ca. 5-8€. Ich habe mir vor kurzem drei verschiedene Farben (Gold, Türkis und Rost) zugelegt und im Hof gesprayed, was das Zeug hält. Macht das bitte NICHT in der Wohnung! Die Farbe stinkt bestialisch und es kann ewig dauern, bis der Geruch verfliegt.

Da ich gerne mit den Farben in Photoshop experimentiere, reichen mir meine zwei Kuscheldecken und mein selbst angesprühter Hintergrund vollkommen aus. Versuch es mal!


So sieht mein selbstgemachter Hintergrund aus.

So kann das Ergebnis aussehen 🙂
3. „Was soll ich tun, wenn ich kein Hintergrundsystem habe und mir auch keins leisten kann?“

Wie sagt man so schön? Die Not macht erfinderisch! Mein erstes Hintergrundsystem habe ich mir tatsächlich erst vor ca. drei Monaten zugelegt. Davor hatte ich nie Platz in meiner Wohnung. Ich wollte aber, wie bereits oben beschrieben, schöne „Studioaufnahmen“ machen, also schnappte ich mir meine „Hintergründe“ und befestigte sie an meinen Schränken. Um das Runterrutschen zu vermeiden, habe ich einfach schwere Flaschen drauf gestellt. Hallo i bims ein Fux 😀

4. „Toll, jetzt hast du einen Hintergrund, aber keine professionellen Lichter!“

Ähhh, die habe ich immer noch nicht und habe ich auch erstmal nicht vor, mir zuzulegen.
Ich arbeite ausschieließlich mit vorhandenem Licht (Fensterlicht und wenn nötig: Reflektor.)
Wer kein Geld für einen teuren Reflektor ausgeben möchte, kann sich im Baumarkt sehr günstig für ca. 2 € ein Stück Styropor kaufen. Ein großer Unterschied ist nicht zu erkennen. Den Reflektor verwende ich, um Licht und Leben in die Augen zu bringen. In meiner Uni hatten wir übrigens auch einen Berg voll Styropor zur Verfügung 🙂
Wenn ihr euren Hintergrund vor dem Fenster platziert, habt ihr ein Low-Budget Studio à la Dési.

5.  „Wie kommst du immer auf diese Ideen bzw. wo bekommst du deine Inspiration her?“

Ich hasse es, wenn mich ein Model fragt, ob ich ihr „Moods“ zuschicken könnte. Das löst in mir Druck aus und so vergeht mir die Lust am Fotografieren. Ich weiß, dass man das Rad nicht neu erfinden kann und vieles schon umgesetzt wurde, dennoch bin ich kein Fan von Moods. Ich bin der Meinung, dass man sich die Ideen zu stark abkupfert, wenn man nach Vorlagen arbeitet, daher habe ich schon vor vielen Jahren aufgehört, mit Beispielbildern zu arbeiten.
Ich versuche mich an Alltagsgegenständen zu inspirieren. Wenn ich mit Blumen shoote (was ja nicht gerade selten vorkommt 😀 ), vergehen manchmal Stunden in Blumenläden. Ich kaufe nur Blumen, die mich inspirieren. Ich liebe außergewöhnliche Blumen und Blätter. Wenn du eine Blume kaufst, sieh sie dir genau an. Ist sie noch geschlossen? Dann öffne sie! Manchmal werde ich bei den bekannteste Blumen gefragt, welche Blumen ich verwendet habe, dabei habe ich die Knospe nur geöffnet. Manchmal ist es soooo einfach.

  
Klopapier als Kragen und geöffnete Tulpen auf dem Rücken

6. Mein letzter Tipp lautet: „Sehen lernen. Mein Dozent sagte das während meines Studiums immer und immer wieder zu uns und ich habe ihn mir wirklich zu Herzen genommen. Ihr müsst „sehen lernen“. Manchmal können kleine Dinge etwas Großes bewirken und das solltet ihr nicht nur auf die Fotografie, sondern auf euer ganzes Leben anwenden 🙂


Wer Lust hat, in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit mir und meiner Community kreativ zu werden, kann meiner Gruppe „Désis Challenge“, die mittlerweile fast 3000 fotobegeisterte Menschen zählt, beitreten. Dort gebe ich alle paar Wochen Gegenstände vor, die in ein Foto eingebaut werden müssen. Unter dem Hashtag #DesisChallenge könnt ihr sogar einige Bilder finden.

Übrigens findet am 3. März diesen Jahres mein zweites eigenes Event „Drama mit Dési“ statt!
Dort habt ihr die Möglichkeit mich und andere bekannte Gesichter zu treffen. Falls ihr mehr zu diesem Thema lesen und Bilder vom letzten Mal sehen möchtet, könnt ihr HIER vorbei schauen. Ich habe eine Gruppe in Facebook eingerichtet, auf der ich nach und nach alle Kooperationspartner vorstelle.
Diesmal gibt es unter anderem wieder ein Objektiv von SIGMA zu gewinnen! Das liebe Team von FUJIFILM wirft eine Instax Mini 70 inkl. Filme in den Lostopf. Auch Saal-Digital
unterstützt mich diesmal wieder!… Und ich konnte sogar JIMDO, IVYREVEL, CLUSE und viele mehr für mich gewinnen!

Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen 🙂

Alle Infos zum Event gibt es HIER.

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5 comments

  1. Sehr gute Tipps! Gerade für Portraits braucht man nicht viel für schöne Gotos!
    Und gesprayt habe ich auch schon.

    Sehr cooler Look! Das Problem ist einfach das die Zeit viel zu schnell vergeht. Das geht mir auch immer so.

    Liebe Grüße
    Sylvia
    https://www.mirrorarts.at/ – Fotografen auf Weltreise

  2. Blöde Frage aber wie hast du das hinbekommen, dass die verschiedenen Farben am Hintergrund so gut verlaufen? Diese Spraydosen geben doch auch eher diese “harten“ Striche ab, dass es dann nach einer Kinderkritzelei aussieht, wo ist der Trick? 🙂

    Liebe Grüße

    1. Habe keinen besonderen Trick, ich habe einfach drauf los gesprüht 😀 musst halt weiter weg vom Hintergrund. Die harten Kanten gibt es nur, wenn du zu nah ran gehst.

  3. Hallo Desiree, bin immer auf der Suche nach guten Tipps. Wie ich gesehen habe fotografierst du auch oft mit Blumen.Hast du hierzu auch tolle Tipps wie man dese gut in Szene setzen kann?

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