Super Boy

Hallo meine Lieben,

viel zu lange ist es her, dass ich gebloggt habe.
In den letzten Wochen verging echt kein Tag, an dem ich nicht an den Blog gedacht habe, aber derzeit ist einfach so viel los, dass ich nicht dazu komme.
Ich habe mir nun eine Magnettafel zugelegt und hoffe, dass ich meine Woche ein bisschen besser strukturiert bekomme 😀
Ihr wisst schon… Ein Tag Blog, ein Tag Facebook, ein Tag Bildbearbeitung u.s.w.

Die nächsten drei Monate werden für mich nicht leicht. Ich beende mein Studium und mache mein Diplom, ich fotografiere währenddessen sechs Hochzeiten, habe freie Shootings und Kundenshootings, muss mein Event planen UND möchte umziehen! Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich Ende Juli „tot“ sein werde und deswegen werde ich dann auch die ersten zwei Augustwochen erstmal meinen Hintern an den Strand bewegen, damit ich wieder Kraft tanke :’D

Das soll allerdings kein „Jammer-Blogpost“ werden, ich wollte euch nur mal ganz kurz und knackig erklären, wieso es hier so still ist, weil schon ganz viele gesagt haben, dass sie meine Blogeinträge vermissen (was mich natürlich sehr freut!).


Dass man als Bloggerin oft Geschenke bekommt, ist kein Geheimnis. Umso mehr freue ich mich, wenn mein Kind davon profitieren kann. Meistens hat der Knirps ja nichts davon, dass Mama bloggt und fotografiert… Er weiß eigentlich noch nicht mal so richtig, was ich beruflich mache 😀

Lionel und ich wurden vor ca. zwei Wochen von „Build a Bear“ in Weiterstadt (LOOP 5 ) eingeladen. Bis dato bin ich an diesem Laden immer vorbei gelaufen. Lionel hat immer mal reingeschaut, wie es kleine Kinder eben so tun, wenn sie Spielzeuge sehen.
Das war wirklich mal eine Kooperation, die im Gedächtnis bleibt. Wieso? Das erzähle ich euch gleich. Vorab möchte ich dazusagen, dass ich immer ein ehrliches Feedback hinterlasse.
Wer mir auf Instagram folgt und hier und dort regelmäßig meine Blogbeiträge liest weiß, dass ich mir nichts aus den Fingern sauge und auch offen sage, wenn ich etwas nicht gut finde.

Fangen wir aber mal gaaaanz von vorne an. Ich versuche diesen Tag revue passieren zu lassen.
Ich weiß noch ganz genau, dass ich an diesem Tag ultra schlechte Laune hatte. Eigentlich war ein Wedding-Shooting geplant, was wir dann wegen der Wettervorhersage absagten. Es war Regen gemeldet. Wedding-Shooting bei Regen? Garnicht geil.
Drei mal dürft ihr raten, wie das Wetter an dem Tag letztendlich war: Super. Wir hatten strahlenden Sonnenschein. Ich konnte nicht ohne meine Sonnenbrille Autofahren. Normalerweise lacht mein Herz, wenn die Sonne scheint, an diesem Tag war ich einfach nur pissig, weil ich den Models, der Designerin, der Floristin und natürlich der Make-Up Artist absagen musste.
Was für ein Pech!

Jedenfalls traf ich mich dennoch mit den Models (Sind nämlich zwei sehr gute Freunde von mir). Nach ’nem Spaziergang mit dem Hund und ’ner fetten Ladung asiatischer Nudeln, ging es für mich dann nach Groß-Umstadt in den Kindergarten, wo ich meinen mies gelaunten Sohn abholte.
Irgendwie war er an dem Tag auch mit dem falschen Fuß aufgestanden. Als ich ihm erzählte, dass wir nach Darmstadt fahren, weil er einen Bären geschenkt bekommt, hat er nur gejammert und gesagt, dass er keinen Bär haben will.  Für mich nicht nachvollziehbar. Ganz ehrlich… Ich dachte nur: „Du undankbares Stück, von mir hast du das nicht!“ 😀

In Darmstadt angekommen, analysierte ich erstmal die Karte des Einkaufszentrums, um den Laden zu finden. Ich habe einen ganz, ganz schlimmen Orientierungssinn. Ich verlaufe/verfahre mich quasi immer. Mein Papa würde an dieser Stelle sagen: „Deswegen waren die Männer die Jäger und die Frauen die Sammlerinnen!“
Als wir nach zehn Minuten tatsächlich den Laden fanden, standen wir erstmal eine ganze Weile davor und schauten uns die Schaufenster und den Laden an. Sah nicht wie ein gewöhnlicher Spielzeug-Laden aus.

Als wir uns dann endlich trauten, den Laden zu betreten, wurden wir mit einem strahlenden Grinsen empfangen und das, bevor ich sagte, wer ich bin. Ich finde es schön, wenn mich jemand anlacht, denn mit einem Lachen gewinnt man eher Freunde, als mit einem langen Gesicht, stimmt’s? 😉
Jedenfalls war der erste Eindruck dann schonmal super. Lionel war noch etwas verlegen. Nicht vergessen: Er hatte schlechte Laune und er wollte keinen Bär haben!

Die liebe Alex schnappte sich Lionel sofort und erklärte ihm, was wir in den nächsten 30 Minuten machen werden. Plötzlich hörte er ganz gespannt zu.

Zuerst sollte er sich einen Bären aussuchen. Bei der Vielzahl an Kuscheltieren, war das garnicht so einfach. Lionel fährt  gerade aber  üüüübel auf Star Wars ab, deswegen schnappte er sich „Kylo Ren“ 😀

Der Bär war noch nicht ausgefüllt. So begann der „Workshop“ und langsam fingen wir an zu verstehen, wieso der Laden „Build a Bear WORKSHOP“ heißt!

    

Lionel musste seinen Bären selber zum Leben erwecken. Von seiner schlechten Laune war mittlerweile übrigens nichts mehr zu sehen. Er strahlte plötzlich wie ein Honigkuchenpferd.

Der nächste Schritt war einfach mega… Lionel durfte sich zwischen einer vorgefertigten oder seiner eigenen Tonaufnahme entscheiden! Glücklicherweise wollte er selber etwas aufsprechen, was den Bären für uns zu etwas ganz Besonderem macht.
Wenn Lionel die Pfote des Bären drückt, sagt er: „Möge die Macht mit dir sein!“ 😀

    

Anschließend durfte er sich einen Geruch aussuchen. Lionel entschied sich für Zuckerwatte. Wäre jetzt nicht unbedingt meine erste Wahl gewesen, ist ja aber nicht mein Bär. Kann ich mit leben 😀

 

Damit der Bär zum Leben erweckt wird, muss er natürlich ein Herz eingesetzt bekommen.
Diesen Schritt hat das Team einfach super süß gestaltet. „Lionel: du darfst dir jetzt etwas wünschen! Flüstere deinen Wunsch in das Herz, Schüttelte es einmal nach links und einmal nach rechts, hüpfe drei mal auf der Stelle und renne anschließend einmal um den Laden!“

Wie süß er gelacht hat. Ich erinnere mich so gerne daran zurück. Diese halbe Stunde verging wie im Flug. Fertig waren wir bis dato allerdings noch nicht.

    

Infolgedessen wurde der Bär an einer riesigen Maschine mit Watte befüllt. Herz, Geruch und Tonaufnahme wurden an die dafür vorgesehenen Stellen eingesetzt.

Lionel durfte übrigens selber auf das Pedal drücken 😛
Nachdem der Bär Gestalt annahm, wurde er direkt gekuschelt. Hatte er nicht gesagt, dass er keinen Bär wollte? 😛

  

 

Nun musste Lionel das Kuscheltier erstmal absaugen, schließlich war er ganz schön fusselig von der harten Arbeit. Ich wünschte, er würde sich zu Hause mal den Staubsauger  schnappen 😀

Was wäre ein Bär ohne Anziehsachen… Lionel durfte sich aussuchen, was er wollte. Von Anfang bis Ende wurden ihm keine Grenzen gesetzt.
Er entschied sich für ein Batman-Cape. Ja, ich weiß, wie kann er nur. Kylo Ren im Batman-Cape. Lasst ihn, er ist ein Kind. Gummistiefel hat der Bär übrigens auch an 😀

Die Unterhose durfte auch nicht fehlen. Wer geht denn schon ohne Unterhose aus dem Haus???

So sah der Bär dann am Ende aus.

Um das ganze noch perfekt abzurunden, durfte Lionel eine Geburtsurkunde am Rechner erstellen. Er taufte ihn: „Super Boy“!


Jetzt wisst ihr auch, wieso der Titel dieses Blogposts „Super Boy“ ist.
Seit diesem Abend schläft Lionel keine Nacht ohne seinen heißgeliebten Bären. Der Gesamtpreis des Teddies lag bei rund 94 €.
Man muss aber auch ganz klar sagen, dass er sich die teuersten Sachen ausgesucht hat. Natürlich kann ich verstehen, dass das vielen zu teuer ist, allerdings zahlt man hier nicht nur für einen Bären, man zahlt hier für ein tolles Erlebnis, welches im Kopf bleibt. Dieser Bär landet nicht direkt in der Ecke bei den anderen Kuscheltieren. Ich kann mich auch nach 2,5 Wochen noch genau an den Ablauf zurückerinnern (auch ohne Fotos!) und ich erinnere mich super gerne daran zurück! Nach dem Besuch bei Build a Bear habe ich all meinen Freunden davon erzählt, weil ich super begeistert war! Wenn ihr eurem Kind oder eurem Partner etwas Besonderes schenken wollt und findet, dass das zu teuer ist: Spart ein paar Monate, es lohnt sich!

Bis zum nächsten Mal, eure Dési

 

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5 Kommentare

  1. Ohja, ich kenne das Geschäft da waren meine Kids noch klein … Nun bedauere ich es grad, dass ich das mit meinen Kindern nicht gemacht haben. Mittlerweile sind sie schon 13 und 15 Jahre alt. Naja vielleicht kommt doch mal ein Ereignis und wir können einen Teddybären zum Leben erwecken…
    Toll, wenn Lionel deinen Post Jahre später mal liest, wird es für ihn sein als wäre es erst gestern gewesen….

  2. Finde das ist eine mega tolle Idee für einen Geburtstag oder einen besonderen Anlass. Auch wenn der Bär teuer ist, ich denke das ist eher das Gesamterlebnis das man da bezahlt und das geht dann in Ordnung.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

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